Ich habe meinen zweiten Reparaturversuch gestartet und habe es nun hinbekommen, den LiMa Freilauf zu wechseln.
Ich habe den Luftfilterkasten ausgebaut, um besser an die LiMa ranzukommen. Die LiMa selbst kann man ziemlich einfach lösen. Sie ist mit 2 Schrauben fixiert. Eine aussen und eine innen unten. Die innere obere Schraube muß man nur etwas lösen. Das dicke rote Stromkabel von der LiMa lösen (sehr WICHTIG: vor dem Abklemmen des roten Stromkabels an der LiMa unbedingt das Massekabel an der Batterie abklemmen. Sonst wird es einen Kurzschluß geben). Den 2-poligen Stecker von der LiMa abstecken. Man kommt an alle Schrauben und den Stecker problemlos dran.
Wenn die LiMa gelöst ist, kommt man an den LiMa Freilauf dran. Man bekommt die LiMa auf diese Weise aber nicht komplett ausgebaut. Man muß alles im Motorraum erledigen (siehe Bild).
Ich habe mir zum Lösen des Freilaufs einen Akku-Schlagschrauber (ca. 90 Euro OHNE Akku) zugelegt. Akku hatte ich bereits. Dann noch eine ca. 35cm lange 1/2 Zoll Verlängerung (aus meinem Ratschekasten), eine 17-er Nuss und die Vielzahn-Nuss aus dem LiMa Tool Set. Ein paar "Schläge" mit dem Schlagschrauber und der LiMa Freilauf war lose. Ging damit prima. Ich hatte noch einen Dorn (z.B. ein Bohrer) in eines der Löcher in die LiMa eingesteckt und ihn mit den Fingern festgehalten, um zu verhindern, daß der Rotor in der LiMa sich mitdreht. Das Einstecken dieses Dorns wäre aber bestimmt nicht nötig gewesen.
Mein Sohn und ich hatten versucht, mit dem LiMa Tool Set, einem Rad-Drehmoment Schlüssel, einem 17-er Ringschlüssel und einem Rohr (als Hebel für den 17-er Ringschlüssel), den LiMa Freilauf zu lösen. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse im hinteren Bereich des Motorraums hatten wir aber bei unseren Versuchen keinen Erfolg. Müßte aber auf diese Weise eigentlich auch funktionieren.
Ich hatte in meiner Werkstatt nachgefragt wegen Umbau des LiMa Freilauf. Die hatten sich die Einbausituation angesehen und gesagt, daß vielleicht die rechte Antriebswelle ausgebaut werden müßte, um die LiMa heraus zu bekommen. Das wäre bestimmt teuer geworden. So habe ich das Geld in die Anschaffung eines Akku-Schlagschraubers investiert, den man z.B. auch beim Räderwechsel gut gebrauchen kann.
Die brummenden Geräusche sind nun übrigens weg.