Ich denke mal, das hat mit dem Alter nur begrenzt zu tun, aber richtig dürfte Folgendes sein:
Ich habe die 70 bereits überschritten und schraube seit mehr als 5 Jahrzehnten hobbymäßig an Autos und Motorrädern. Mit den Fahrzeugen "aus meiner Zeit" kenne ich mich recht gut aus, da ist das Wechseln einer Kopfdichtung in der Regel keine große Sache. Aber mit dem Einzug der Elektronik Ende der Achtziger/Anfang der Neunziger und der überbordenden Zunahme von Nebenaggregaten wurde dann alles immer komplizierter.
Ich besitze heute mehrere Oldtimer (der älteste ist ein 1967er Ford Mustang V8 Cabrio und der jüngste ist ein 1989er Land Rover Ninety mit 2,5 Liter Turbodiesel), deren Befindlichkeit ich immer noch mit Prüflampe und Kerzenbild herausfinden kann. An die Kopfdichtung eines Insignia (hatte ich etliche Jahre als Dienstwagen) oder Cascada traue ich mich ohne intensive Vorbereitung nicht ran. Daher mein Interesse an hilfreicher Literatur.
Die Etzold-Bücher - beide heute angekommen - sind natürlich eine ganz andere Liga als die von Korp. In denen ist wirklich ALLES super gut beschrieben (übrigens auch Stromlaufpläne). Band 167 behandelt auf gut 530 (!) Seiten den Insignia (Benziner und Diesel), Band 153 gibt sich mit 270 Seiten für den Astra zufrieden.
Ich bin jedenfalls froh, mir die 3 Werke zugelegt zu haben (recht günstig gebraucht über Amazon). Wenn ich beispielsweise die Bremsen erneuern will, schaue ich mir die betreffenden Kapitel in allen drei Büchern an und prüfe, was jeweils passt. Mögliche Besonderheiten werden mit ziemlicher Sicherheit an irgendeiner Stelle auffällig.
Aber: Jeder wie er kann und mag ... 